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Brandenburger Wildnisflächen

Aktualisiert: 2. Sept. 2023




Wildnis muss neu entstehen, denn wir haben in Deutschland keine wirklich unberührten Naturgebiete mehr. Die Grundlage für dieses Vorhaben ist die 2007 von der Bundesregierung beschlossene "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt". Das Ziel dieser Strategie ist, dass deutschlandweit 2% der gesamten Fläche wieder zur Wildnis werden soll. Das bedeutet, dass es keine menschlichen Eingriffe auf diesen Flächen geben darf. Wir sprechen hier vom sogenannten 2% Wildnisziel. Diese 2% sollten innerhalb von 13 Jahren erreicht werden. Bis heute haben wir aber deutschlandweit nur 0,6% umsetzen können! Diese Umwandlung in zukünftige Wildnisgebiete ist nur auf den Flächen der 16 (staatlichen) Nationalparks und der 14 (privaten) Stiftungsflächen in unserem Land möglich. Und auch hier nur in den sogenannten Kernzonen, die nicht betreten werden dürfen. Welche Flächen stehen in Brandenburg dafür zur Verfügung? In Brandenburg haben wir den Nationalpark Unteres Odertal, der 1995 gegründet wurde. Darüber hinaus gibt es 11 weitere Naturparks in Brandenburg Naturpark Barnim


sowie 3 Biosphärenreservate



Weitere Flächen werden von privaten Stiftungen geleitet und in zukünftige Wildnisgebiete umgewandelt. Sprich: sich selbst überlassen, damit die natürlichen Prozesse wieder "wild" ablaufen können. Hier haben die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg (2000 gegründet) und die Heinz Sielmann Stiftung (1994 gegründet) einen großen Anteil.


Flächen der Heinz Sielmann Stiftung sind:


Naturlandschaft Döberitzer Heide Naturlandschaft Groß Schauener Seen Naturlandschaft Wanninchen Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide Naturlandschaft Tangersdorfer Heide


und die Gebiete der Naturlandschaften Brandenburg - Die Wildnisstiftung sind: Wildnisgebiet Lieberose Wildnisgebiet Jüterbog Wildnisgebiet Tangersdorf Wildnisgebiet Heidehof.


Damit wirkliche Wildnis entstehen kann braucht es viele Jahrzehnte. Ein 50 Jahre alter Nationalpark ist immer noch ein recht junger Naturwald und noch kein Urwald. Bäume können mehrere hundert Jahre alt werden und haben eine hohe ökologische Bedeutung für ihre Umgebung. Das heißt, wir brauchen noch viel Zeit, um wieder vom Menschen unberührte Naturflächen in Deutschland haben zu können. Und erst unsere Enkel werden sie in vollem Umfang würdigen und genießen können.

Trotzdem: auch wir können heute schon bei der Entstehung zukünftiger Wildnis dabei sein, ihr Wachsen beobachten und sie einfach genießen! All die oben aufgeführten Gebiete kannst Du anklicken, Dich weiter inspirieren lassen und raus gehen. Es werden auf allen Flächen spannende Führungen angeboten, bei denen Du viel Interessantes erfahren kannst!

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